Geschichte
Unser Hotel, eines der altehrwürdigsten Gebäude der Stadt Kaposvár ist nach den Plänen der beiden Budapester Architekten Géza Aladár Kármán und Gyula Ullmann, unter der Leitung von Leó Baumöhl 1910-1911 in Jugendstil gebaut worden. Es zählt seit seiner Eröffnung als das Hotel vom höchsten Niveau der Stadt und als bedeutendes Kulturzentrum der Gegend.
Im Herzen von Kaposvár, in unmittelbarer Nähe der historischen Innenstadt befindet sich das von der Heldin des komischen Epos von Csokonai benannte Dorottya Haus. Damals schien das Haus vom Bahnhof ein bisschen weit entfernt zu sein, heuzutage genießen aber die Gäste alle Vorteile seiner günstigen Lage.

Das Gebäude, das heute noch stark das Panorama der Stadt prägt, kann auch als Schätzung des Jugendstils angesehen werden. Die Verzierungen verdankt das Gebäude dem Steinmetzmeister Imre Borovitz. Die Frauenköpfe über dem Dachboden werden von den Experten als die schönsten Verzierungen der Stadt geschätzt. Die charakteristischen Elemente des Jugendstils wie dekorativ geschwungene Linien sowie flächenhafte florale Ornamente sind innen und aussen zu finden und weisen eindeutig auf den Stil des Gebäudes an.
In den guten alten Zeiten waren Restaurant und Café ein beliebter Treffpunkt der wohlhabenden Bürgerschaft und Großgrundbesitzer. Im Erdgeschoß gab es ein Café und einen Billardsaal, im Keller ein Restaurant. Stammgast des Cafés war damals József Rippl-Rónai, der seine Gemälde hier sogar ausstellte. Sein Brüder Ödön Rippl-Rónai hat im Restaurant des Hotels Turul einen Tisch für die Artisten reserviert. Das Café hat täglich 20-30 ungarische und ausländische Zeitungen abonniert, die man auf dem speziellen Zeitungshalter lesen konnte und die einen besonderen Anreiz für die Gäste bedeuteten. Neben Rippl-Rónai hatte das Café zahlreiche berühmte Personen zu Gast, unter anderen Zsigmond Móricz, Zoltán Kodály, Lajos Áprily, Lajos Kassák, Lőrinc Szabó, Áron Tamási und mehrmals wurden die Gäste von dem weltberühmten Roma-Musiker Szimpliciusz (originaler Name József Barcza) mit Zigeunermusik amüsiert.
Der II. Weltkrieg hat das Leben auch im Hotel stark verändert. Das kulturelle Schwärmen war dahin, das Leben im Café war kaum mehr wieder zu erkennen. Nach dem Krieg trug das Hotel den Namen Hotel Béke. In dieser Zeit hat den Turulvogel ein gewaltiger roter Stern ersetzt, und auch der generelle Zustand des Hotels und das Niveau der Dienstleistungen gab bedauerlicherweise nach.
Heuzutage nennt man das Hotel wieder Hotel Dorottya. Dieser Name stammt von dem komischen Epos von Mihály Csokonai Vitéz. Im Spiegelsaal für bis zu 400 Personen findet seit 1960 jährlich der traditionelle Dorottya Ball statt. Seit dem Weltkrieg wurde das Haus mehrmals renoviert, aber der wirkliche Modernisierung und Aufbewahrung des Denkmales findet erst jetzt, 2011, bei der letzten Erneuerung statt.